PRESSESCHAU ZUR NEUGRÜNDUNG
Presseschau

Auf dieser Seite finden Sie einige Artikel aus der Rhein-Zeitung, die anläßlich der Fusion und der Neugründung am 1.9.2007 erschienen sind.



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Rückblick

Die Erfahrungen rund um den 1.September 2007, dem Tag, an dem die Pfarrei St. Matthias errichtet wurde, waren ein großes Geschenk für uns. Sie gaben Raum für Trauer und Abschied; aber auch Raum unsere Hoffnungen für die Zukunft auszusprechen. Sie haben uns Mut gemacht uns den künftigen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen.
Streiflichter dieser Tage: In der Hl. Messe am 1. September wurde eine Kerze mit dem Motiv des Samenkorns entzündet: Das Licht geht nicht aus bei uns. Für jede Kirche wurde eine solche Kerze geschenkt. Dort brennen sie jetzt.

Im Liedblatt war zu lesen: Eine Darstellung in einer Katakombe Roms wird zum Zeichen des Aufbruchs: ein angedeutetes Samenkorn. Aus einem breiten und tragfähigen Fundament, einem in der Mitte geöffneten Samenkorn, wächst ein Spross, der sich verzweigt.

Hoffnungszeichen
Ein Samenkorn hat großes Lebenspotential. Das entfaltet sich, wenn der Kern aufspringt. Äußeres muss sich verändern immer dann, wenn die äußere Form das Lebenspotential bremst statt fördert. Die Veränderungen in unserem Bistum sind durch viele äußere Faktoren bedingt. Wir haben die Hoffnung, dass Neues, Lebendiges, Fruchtbringendes entsteht.

Lebenszeichen
In einer heranwachsenden Pflanze lebt und entwickelt sich das Bisherige weiter. Das aufkeimende Korn ist ein Lebenszeichen: Sein Spross bleibt ihm verbunden und streckt sich dem Licht entgegen.

Christus Zeichen
Das Samenkorn ist ein Bekenntnis zum Leben selbst angesichts des Todes. Das Kreuz im Korn weist auf dessen Überwindung im Kreuz Christi. Die Pflanze wächst aus dem Kreuz hervor. Es ist Ausdruck des Vertrauens, dass alles Menschenwerk umfasst ist von der Lebenskraft des Gekreuzigten und Auferstandenen, von seinem Heiligen Geist. Jesus Christus selbst ist der Weg und er muss den Weg bestimmen.






Rückblick II

Gedanken von Prof. Dr. Josef Freise in der kirchenmusikalischen Abendandacht in Heilig Kreuz am 31.8.2007

„Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen die Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! ... Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ (Mt 25,1-13)

Unsere Gesellschaft verändert sich in einem rasanten Tempo und diese Veränderungen haben nun auch die Kirche erreicht. Wir reagieren schnell mit Aktivismus, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden – das Ergebnis ist oft, dass wir gestresst sind und dann die entscheidenden Herausforderungen, die „Zeichen der Zeit“ verpassen, auf die es ankommt.
Was wird von uns erwartet? Wir sollen in der neuen Innenstadtgemeinde St. Matthias nicht hektisch etwas Neues produzieren – wir sollen einfach nur wach sein, hellwach da sein. Wenn wir uns dann so gegenseitig ganz aufmerksam wahrnehmen, wird eine Atmosphäre entstehen, in der wir IHN spüren, dann werden wir in den Sog seines Geistes hineingezogen und begeistert werden. Wir wissen weder den Tag noch die Stunde, aber wir haben die Zusage: Wenn wir hellwach sind, werden wir Gottes Geist spüren und die Zeichen der Zeit erkennen. Und dann werden wir ein Fest feiern – hier in Neuwied.

Aus der Predigt zum neuen Messgewand, das uns zur Neugründung gestiftet wurde und auf dem der Pfau, das Wappentier Neuwieds und Symbol der Auferstehung stilisiert angedeutet ist:



„Am auffallendsten sind die Pfauenaugen dargestellt. Es sind fünf. Blutrot. Sie erinnern an die fünf Wunden Jesu aus denen uns die Erlösung zufließt. „Durch seine heiligen Wunden, die leuchten in Herrlichkeit, behüte und bewahre uns Christus, der Herr.“ so betet die Kirche in der hl. Osternacht, wenn sie die Osterkerze bereitet.

Diese Wunden springen ins Auge. Sie sind weithin zu sehen. So trägt der Priester an den Altar die Wunden Christi aber auch die Wunden derer für die er das Messopfer feiert.

Vielleicht mag einer sagen: das ist mir zu dick. Das hätte ich gerne dezenter gehabt. Geht das? Das Leiden des Herrn, die Wunden der Zeit, unsere Vergänglichkeit dezent darzustellen? So, dass es nicht reizt, ins Auge fällt?

Diese fünf roten Wunden sind umfasst von einem blauen Kreis. Blau ist die Farbe der Kirche. In ihrer Gemeinschaft soll es Menschen leichter fallen über ihre Verwundungen zu reden. In ihrer Gemeinschaft sollen sie heilen können, denn in ihr ist die Erlösung gefasst wie in einem kostbaren Gefäß. Wo immer die Kirche den Tod und die Auferstehung des Herrn feiert, verklären sich die Verwundungen der Menschen, wandeln sie sich in Heil und finden Heilung. In den Sakramenten entfaltet sich unsere Erlösung. 7 rote Quadrate im Rückenteil des Gewandes deuten es an“

Aus dem Grußwort von Frau Margarethe Moritz, Vertreterin der ACK und der ökumenischen Sozialstation:

„In Ihrer Einladung...bin ich an einem Satz hängen geblieben: <Am 31. 08. 2007 wird die Pfarrei St. Matthias in ihren heutigen Grenzen aufgelöst.>
Wie schwer
„Grenzüberschreitungen“ oder gar „Grenzauflösungen“ sind, erlebe ich immer wieder...
Wie schön und bereichernd Grenzüberschreitungen sind, ... erleben wir in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Neuwied. Sechs z. T. sehr unterschiedliche Konfessionen arbeiten, planen und gestalten hier zusammen und suchen „der Stadt Bestes“....
Das gemeinsame Tun öffnet Grenzen - das erlebe ich immer wieder in der Arbeit unserer kirchlichen Sozialstation.“

665,85 € Spenden sind im Heimathaus eingegangen.

Aus Anlass der Neugründung der Pfarrei haben uns als Gemeinschaft der Pfarrangehörigen sowie uns als Hauptamtlichen Team und mich als Pastor viele gute Wünsche erreicht, viele Zusagen des Gebets und der tatkräftigen Hilfe.
Dafür danke ich auf diesem Weg allen ganz herzlich!







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